Webseite erstellen lassen: Ablauf, Kosten und Auswahl
Was passiert eigentlich zwischen Auftrag und Launch, was kostet das ungefähr und woran erkennen Sie einen guten Anbieter? Hier steht es ohne Marketingnebel.
Der schwierigste Teil ist der Anfang.
Wer zum ersten Mal eine Webseite erstellen lassen will, steht vor einem Berg aus Angeboten, die sich kaum vergleichen lassen. Der eine nennt eine Zahl für „eine Website", der andere rechnet Tagessätze, der dritte verkauft ein Abo. Dass die Preise um den Faktor zehn auseinanderliegen, liegt nicht an Willkür, sondern daran, dass hinter dem Wort Website völlig verschiedene Dinge stecken.
Deshalb sortieren wir zuerst die Aufgabe, nicht das Angebot. Eine Handwerkerseite, die vor allem Anrufe aus der Region bringen soll, braucht etwas anderes als ein Unternehmen mit zwanzig Produkten, drei Standorten und einer Karriereseite. Beides ist eine Website. Der Aufwand unterscheidet sich um ein Vielfaches.
Was in jedem Fall gleich bleibt: Sie sollten am Ende wissen, was Sie bekommen, was es kostet und wem die Sache gehört. Diese drei Punkte klären wir vor der ersten Rechnung.
Was eine Website ungefähr kostet
Feste Preislisten führen in die Irre, weil sie den Umfang verschweigen. Trotzdem hilft eine Größenordnung bei der Planung. Die folgende Einordnung beschreibt, was bei uns typischerweise womit zusammenhängt.
| Umfang | Typischer Fall | Größenordnung |
|---|---|---|
| Kompakter Auftritt | Einzelunternehmen oder kleiner Betrieb, drei bis fünf Seiten, klarer Fokus auf Kontaktaufnahme | unterer bis mittlerer vierstelliger Bereich |
| Unternehmenswebsite | Fünf bis zehn Seiten, mehrere Leistungen, Formular, Redaktionssystem, Grundlagen für die Auffindbarkeit | mittlerer vierstelliger Bereich |
| Umfangreicher Auftritt | Viele Unterseiten, Landingpages für einzelne Themen oder Orte, Karriere, laufende Redaktion | oberer vierstelliger bis fünfstelliger Bereich |
Dazu kommen laufende Kosten: Domain und Hosting, je nach Anforderung im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat, sowie optional Wartung, Updates und inhaltliche Betreuung. Wer eine dauerhafte Suchmaschinenoptimierung möchte, plant dafür ein eigenes monatliches Budget ein.
Was den Preis in beide Richtungen bewegt: die Anzahl der Seiten, ob Texte von Ihnen oder von uns kommen, ob Fotos vorhanden sind, ob es Sonderfunktionen wie Buchungen oder Schnittstellen gibt, und wie viel aus einer alten Website übernommen werden muss.
So läuft es bei uns konkret.
- Erstgespräch. Dreißig bis sechzig Minuten, meist telefonisch oder bei Ihnen vor Ort. Danach wissen beide Seiten, ob es passt.
- Angebot. Schriftlich, mit Umfang, Festpreis, Zeitplan und einer Liste dessen, was nicht enthalten ist. Das steht ausdrücklich drin, damit später nichts überrascht.
- Konzept. Seitenplan, Suchbegriffe, Inhaltsstruktur. Diese Phase entscheidet über den späteren Erfolg mehr als jede Designfrage.
- Inhalte. Wir sammeln Texte und Bilder ein oder erstellen sie. Hier entstehen die meisten Verzögerungen, deshalb planen wir feste Termine dafür.
- Gestaltung und Umsetzung. Entwurf, Abstimmung, Bau. Sie sehen Zwischenstände auf einer geschützten Testadresse.
- Test und Launch. Prüfung auf verschiedenen Geräten, Formulare testen, Weiterleitungen setzen, live gehen, bei Google einreichen.
- Übergabe. Zugänge, kurze Einweisung, auf Wunsch Wartungsvereinbarung.
Realistisch sind sechs bis zehn Wochen. Der häufigste Grund für längere Projekte sind fehlende Inhalte, nicht die Technik. Wer vorher Fotos macht und weiß, was auf den Seiten stehen soll, verkürzt den Zeitraum spürbar.
Was würde Ihre Website kosten?
Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben. Sie bekommen eine Einschätzung mit Preisrahmen, bevor Sie sich für irgendetwas entscheiden müssen.
Woran Sie einen passenden Anbieter erkennen
Es gibt keinen objektiv besten Dienstleister, aber es gibt deutliche Warnzeichen und ein paar verlässliche Merkmale. Diese Punkte helfen bei jedem Angebot, auch bei unserem.
- Es gibt ein Gespräch vor dem Angebot. Wer ohne Rückfragen einen Preis nennt, hat Ihre Aufgabe nicht verstanden.
- Der Umfang steht schriftlich fest, inklusive Anzahl der Seiten, Korrekturrunden und was zusätzlich berechnet wird.
- Domain, Hosting und Zugänge laufen auf Ihren Namen und lassen sich jederzeit übertragen.
- Es gibt keine Garantie auf Platz eins bei Google. Solche Zusagen sind unseriös, weil niemand die Ergebnisse kontrolliert.
- Die Beispiele des Anbieters laden schnell, sind auf dem Smartphone bedienbar und stammen nicht ausschließlich aus fertigen Vorlagen.
- Sie wissen, wer Ihr Ansprechpartner ist und wie er erreichbar ist.
Fragen Sie ruhig direkt, ob mit einem gekauften Theme gearbeitet wird. Das ist kein Ausschlusskriterium, es erklärt aber, warum manche Angebote sehr günstig sind und warum sich diese Seiten später schwer erweitern lassen. Wie wir stattdessen arbeiten, steht auf der Seite zum Webdesign und, wenn ein Redaktionssystem gewünscht ist, bei WordPress.
Nach dem Launch hört es nicht auf
Eine neue Website ist am Tag des Starts nicht fertig, sondern messbar. In den ersten Wochen zeigt sich, welche Seiten gefunden werden, wo Besucher aussteigen und welche Fragen im Formular immer wieder auftauchen. Aus diesen Beobachtungen entstehen kleine Anpassungen, die oft mehr bringen als ein weiteres großes Projekt.
Planen Sie deshalb ein wenig Budget für die Zeit danach ein, auch wenn es nur ein paar Stunden im Quartal sind. Wer die Website nach dem Launch drei Jahre unangetastet lässt, steht am Ende wieder da, wo er vorher war. Wer regelmäßig nachschärft, bleibt vorn, ohne noch einmal von null zu beginnen.
Was Sie beisteuern sollten
Damit ein Projekt zügig läuft, brauchen wir von Ihnen Wissen und Entscheidungen. Wissen über Ihre Kunden, Ihre häufigsten Fragen, Ihre Stärken gegenüber dem Wettbewerb. Entscheidungen darüber, welche Themen wichtig sind und welche wegfallen dürfen. Texte und Bilder können Sie liefern, müssen Sie aber nicht.
Was wir nicht brauchen: eine fertige Liste von Wünschen aus fremden Websites. Was bei einem Konzern funktioniert, ist für einen Betrieb mit fünfzehn Mitarbeitenden oft Ballast. Sagen Sie uns lieber, was Ihre Kunden immer wieder fragen. Daraus wird eine bessere Website als aus jeder Inspirationssammlung.
Fragen vor dem Auftrag.
Was muss ich als Kunde selbst liefern?
Im Kern drei Dinge: Informationen über Ihr Angebot, Bildmaterial und Entscheidungen. Texte können Sie schreiben oder von uns schreiben lassen. Fotos bringen Sie mit, oder wir organisieren einen Fototermin. Am wichtigsten sind zügige Rückmeldungen, denn daran hängt der Zeitplan.
Ist ein Homepage-Baukasten nicht günstiger?
In der Anschaffung ja. Sie zahlen dann mit Ihrer Zeit und mit Grenzen bei Technik, Ladezeit und Auffindbarkeit. Für eine Visitenkarte im Netz kann ein Baukasten reichen. Sobald die Website Anfragen bringen soll, holt man das investierte Geld über gewonnene Kunden meist schnell wieder herein.
Was kostet eine Website laufend?
Zu rechnen ist mit Domain und Hosting, je nach Anforderung im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat, dazu optional Wartung und Updates. Wenn wir laufend Inhalte pflegen oder an der Sichtbarkeit arbeiten, kommt das als eigene Position dazu.
Gehört die Website danach wirklich mir?
Ja. Domain, Hosting und alle Zugänge laufen auf Ihren Namen, die Inhalte gehören Ihnen, und die Website lässt sich jederzeit zu einem anderen Dienstleister mitnehmen. Wir behalten nichts zurück, was Sie zum Weiterarbeiten brauchen.
Wie erkenne ich eine seriöse Agentur?
Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit klarem Umfang, einen benannten Ansprechpartner und eine ehrliche Antwort auf die Frage, was nicht enthalten ist. Vorsicht bei garantierten Google-Platzierungen, unklaren Laufzeiten und Angeboten, die ohne jedes Gespräch entstehen.
Bereit für eine neue Website?
Ein kurzes Gespräch reicht, um Umfang und Kosten realistisch einzuschätzen. Danach entscheiden Sie in Ruhe. Bei digitalfunken sprechen Sie direkt mit den Leuten, die Ihr Projekt umsetzen.